Andacht zum 18.4.2021 - Miserikordias Domini

18. April 2021
Schafe (Foto: I.Stieg)
Schafe (Foto: I.Stieg)

Frühstücksgedanken

Wenn ich morgens mit meinem Hund spazieren gehe, komme ich an einer Schafherde vorbei.

Die Lämmer sind schon recht groß. Teenies – sozusagen. Gerne entfernen sie sich schon einmal von der Mutter um alleine ihre Welt zu erkunden. Die ersten Tage, an denen wir uns sahen, waren die Lämmer in großer Aufregung. Ein gefährliches Raubtier (am anderen Ende meiner Hundeleine) war in ihre Nähe spaziert. Der Zaun der uns trennt, bietet da offensichtlich nicht genug Sicherheit. 

Ganz aufgeregt wurde nach der Mama geblökt. Die war meistens völlig tiefenentspannt und lies den Teenie erst einmal unbeachtet. Doch wenn das Geblöke immer kläglicher wurde, dann war sie plötzlich da. Mutter und Kind schmiegten sich aneinander, das Lamm durfte trinken und die Welt war wieder in Ordnung.

Wenn Menschen die ersten Schritte in die Selbstständigkeit machen, ist es ganz ähnlich. Auch wir brauchen jemanden, der unsere Not erkennt und uns ggf. retten kann. Aber unsere Eltern als Beschützer sind nicht immer da. Früher oder später erleben wir sogar, dass wir unsere Eltern beschützen müssen. Das kostet Kraft.

Mein Hund (Foto: I.Stieg)
Mein Hund (Foto: I.Stieg)

Ich weiß nicht wie es Ihnen geht. Ich ziehe die nötige Kraft z.B. aus Psalm 23. Der Psalmbeter hat seine Ängste in den uns bekannten Worten ausgedrückt:

Der HERR ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln.
Er weidet mich auf einer grünen Aue und führet mich zum frischen Wasser.
Er erquicket meine Seele. Er führet mich auf rechter Straße um seines Namens willen.
Und ob ich schon wanderte im finstern Tal, fürchte ich kein Unglück;
denn du bist bei mir, dein Stecken und Stab trösten mich.
Du bereitest vor mir einen Tisch im Angesicht meiner Feinde.
Du salbest mein Haupt mit Öl und schenkest mir voll ein.
Gutes und Barmherzigkeit werden mir folgen mein Leben lang,
und ich werde bleiben im Hause des HERRN immerdar.

Ich glaube fest daran: Wer Gott als Beschützer hat, braucht nichts mehr zu fürchten. ER ist immer an unserer Seite.

Ich wünsche Ihnen einen gesegneten Sonntag und bleiben Sie behütet.

Ilona Stieg

 

Gebet:

Jesus Christus,
du bist der gute Hirte.
Du sammelst uns und weist uns Richtung und Ziel.
Wir kommen zu dir,
um dich nach dem rechten Weg zu fragen,
um auf deine Stimme zu hören.
Gib uns Mut und Kraft unser Leben zu leben,
zu dem du uns bestimmt hast.
Hilf und Verantwortung für uns und die uns anvertrauten zu übernehmen.
Gib uns Hoffnung, dass der Weg,
den du uns zeigst, letztendlich zu dir führt.
Daran glauben, darauf hoffen wir.

Amen